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Zumba für alle

Sie sitzt seit ihrem 19. Lebensjahr wegen eines Unfalls im Rollstuhl: Conny Runge (40) hat sich nicht unterkriegen lassen und strotzt vor positiver Energie. Seit einem Jahr ist sie die erste im Rollstuhl sitzende lizensierte Zumba-Trainerin in Deutschland.

„Ich will insbesondere andere Rollstuhlfahrer*innen motivieren, stark machen und dafür begeistern, neue Wege zu gehen", sagt Conny. Sie spielt Basketball und fährt Handbike. Nachdem eine befreundete Physiotherapeutin sie zu einem Zumba-Kurs mitgeschleift hat, und sie im Anschluss daran ein Video auf Youtube eines Rollstuhl-Zumba-Trainers entdeckte, wusste sie: Genau das will sie auch.

Seit einem Jahr ist sie eine von vier im Rollstuhl sitzenden lizensierten Zumba-Trainern weltweit. „Ich bin stark fürs Leben, ich bin glücklich und will andere Rollstuhlfahrer bewegen." Seit einem Jahr gibt sie deshalb in Berlin unter anderem Kurse für Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma, spastischer Lähmung, Schlaganfall, Querschnittslähmung oder Multipler Sklerose.

Der Weg dorthin war nicht einfach. Sie hatte mit Vorurteilen und Zweifeln zu kämpfen, insbesondere bei der Ausbildung zur Zumba-Trainerin. Conny erinnert sich an abschätzige Blicke und Kommentare. Davon hat sie sich nicht beeinflussen lassen. „Da Zumba sehr fußlastig ist, habe ich überlegt, wie ich die Salsa-, Cumbia-, Merengue- und Reggaeton-Tanzschritte mit den Armen übersetze." Sie hat eine ausgefeilte Choreo entwickelt.

Dieser Programmpunkt wurde vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW (BRSNW) zur Verfügung gestellt.